Verantwortungsvolle Nutzung
Ergebnisse einschätzen
Antworten von Chatbots (generativer KI, s.o.) sind nicht automatisch wahr. Da Halluzinationen (frei erfundene, aber plausibel klingende Inhalte) möglich sind, müssen Sie jede Aussage kritisch prüfen. Zudem sind die Trainingsdaten nicht neutral – generative KI kann Vorurteile und Stereotype (sog. Bias) reproduzieren.
Folgende Hilfsmittel können Ihnen bei der Beurteilung helfen:
- CRAAP
Die University of Bristol hat diesen Test speziell für die Prüfung von KI-Inhalten angepasst. Er hilft Ihnen, Aktualität, Relevanz, Autorität, Genauigkeit und Zweck einer Information zu hinterfragen.
- SIFT
Die Queen‘s University Library bietet eine Variante der SIFT-Methode an, die Sie dabei unterstützt, KI-generierte Informationen systematisch zu verifizieren (Stop, Investigate, Find, Trace).
Wissenschaftliches Arbeiten
Bevor Sie KI-Tools für Ihre Studienleistungen einsetzen, klären Sie unbedingt die Vorgaben Ihrer Hochschule und Ihrer Dozent*innen. Insbesondere in Prüfungsleistungen kann die unerlaubte Nutzung als Täuschungsversuch gewertet werden.
- Transparenz: Viele Hochschulen verlangen inzwischen, dass Sie die Verwendung generativer KI in Ihrer Arbeit offenlegen – inklusive der verwendeten Prompts. Informieren Sie sich, welche Regeln an Ihrer Einrichtung gelten (siehe auch KI zitieren).
- Eigenverantwortung: Sie sind für den Inhalt Ihrer Arbeit verantwortlich. KI kann als Assistent dienen, aber nicht Ihre eigene Denkleistung ersetzen. Wenn Sie sich zu stark auf die Anwendung verlassen, riskieren Sie, wichtige Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens nicht ausreichend zu entwickeln.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie auch unter den folgenden Links:
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Rechtliche Rahmenbedingungen
Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch erlaubt.
Beachten Sie den Datenschutz: Geben Sie keine personenbezogenen Daten Dritter oder schützenswerte Informationen in KI-Chatbots ein. Daten werden möglicherweise außerhalb der EU weitergegeben und zum Training der Modelle verwendet.
Beachten Sie zudem das Urheberrecht. Laden Sie keine urheberrechtlich geschützten Dokumente in KI-Chatbots hoch
Tipp: Nutzen Sie vorrangig die KI-Chatbots, die Ihre Hochschule intern bereitstellt (siehe Abschnitt Zugang zu KI-Chatbots). Diese sind oft sicherer, da die Daten in der Regel auf den Servern der Hochschule verbleiben.
Weiterführende Informationen:
Ethische und ökologische Aspekte
Es gibt einige, kritische Aspekte in Bezug auf Training und Betrieb von generativer KI. Diese sind u.a.:
- Ressourcenverbrauch: Training und Betrieb von generativer KI erfordern hohen Strom- und Wasserverbrauch sowie den Einsatz spezieller rarer Rohstoffe. Einen Eindruck bekommen Sie im KI-Verbrauchsrechner. Setzen Sie KI bewusst und sparsam ein.
- Arbeitsbedingungen: Das Training der Modelle erfolgt häufig unter prekären Bedingungen, insbesondere für Content-Moderator*innen, die problematische Inhalte sichten müssen.
- Datenethik: Für das Training von KI werden zum Teil Daten verwendet, ohne die Persönlichkeitsrechte oder Urheberrechte der Betroffenen zu respektieren.
Eine Orientierung für einen verantwortungsvollen Umgang bietet der Code of Conduct Demokratische KI, der Anforderungen an eine demokratische und ethisch vertretbare KI formuliert.
Weiterführende Informationen und weitere Aspekte:
Zentrum für Lernen und Innovation der FernUniversität in Hagen: Ethische Aspekte. 25.06.2026.
Kasprzik, Argie (2025). Die KI(rche) im Dorf lassen: Plädoyer für eine klima- und sozialverträgliche Nutzung Künstlicher Intelligenz. In: O-bib, 12(4), S. 1-9.
https://doi.org/10.5282/o-bib/6201
Lennartz, Benedikt; Langner, Shari: Warum eine Nachhaltigkeitsperspektive auf künstliche Intelligenz notwendig ist. 14.02.2023.
Simon, Judith; Spiecker gen. Döhmann, Indra; von Luxburg, Ulrike: Generative KI – jenseits von Euphorie und einfachen Lösungen. Diskussion Nr. 34, Halle (Saale): Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. 2024.
https://doi.org/10.26164/leopoldina_03_01226
Aczel, M., Chamanara, S., Matin, M., Farsi, A., Marwala, T., Madani, K. (2026). Environmental Cost of AI's Energy Use: Carbon, Water and Land Footprints. United Nations University Institute for Water, Environment and Health (UNU-INWEH), Richmond Hill.
https://doi.org/10.53328/INR26RMA002