Open Access: Mehr als klassische Textpublikationen

Forschung und Wissenschaft basieren auf Daten: quantitativen Daten z. B. aus Laborexperimenten oder Computersimulationen und qualitativen Daten aus Umfragen, Interviews oder Textanalysen. Diese Daten werden typischerweise analysiert, interpretiert oder miteinander korreliert und die Ergebnisse schließlich in Textform veröffentlicht. Aber was passiert danach mit den Daten, die die Grundlage für diese Textpublikationen bilden?

Im Sinne nachvollziehbarer und transparenter Forschung sollten auch diese sogenannten Primärdaten – sofern ethisch und rechtlich vertretbar – publiziert werden, wie dies u. a. auch von der Universität Münster in ihren Regeln guter wissenschaftlicher Praxis gefordert wird. Mit Datenrepositorien stehen dafür geeignete Werkzeuge zur Verfügung: Hier gibt es fachspezifische und fachübergreifende Repositorien, die in den meisten Fällen kostenlos genutzt werden können.

Fachspezifische Repositorien werden häufig von den jeweiligen Fachcommunitys bereitgestellt, und sie richten sich typischerweise an Forschungsdaten, die einer bestimmten Fachrichtung zuzuordnen sind. Demgegenüber liegt der Betrieb fachübergreifender Repositorien häufig in der Verantwortung öffentlicher Institutionen und Einrichtungen. So bietet auch die Universität Münster mit datastore ein fachübergreifendes Open-Access-Datenrepositorium an, das von allen Angehörigen der Universität genutzt werden kann.

Ob fachspezifisch oder fachübergreifend: Für die Suche nach einem geeigneten Repositorium können Forschende z. B. auf die sehr umfangreiche Datenbank re3data zurückgreifen.